5-Pässetour

On 9. Juli 2010, in Fahrzeuge, Landschaftsbilder, Motorrad, by Marc Iten

Glücklicherweise hatte ich am 5. Juli frei und es war schönes Wetter. Das hiess: mein zweites grosses Hobby kam zum Zug. Ab auf’s Motorrad und los. Eine Strecke war schnell gefunden. Ich wollte schon lange mal die 5-Pässetour machen. Gefunden habe ich die Idee dazu auf graubuenden.ch entdeckt.

Was für ein Gebäude ist das wohl? Schon kurz nach dem losfahren bin ich auf etwas aufmerksam geworden. Kurz einen Halt eingelegt und Photographiert.

Ich habe mich gefragt, was dies wohl für ein Gebäude ist. Auch das zweite Photo bringt darüber nicht viel Aufschluss.

Diese Figuren stehen vor dem Gebäude. Ich mache nun daraus ein kleines Quiz: Wer es weiss, oder glaubt zu wissen, was das ist, kann in den Kommentaren mitraten. Beziehungsweise, wo sich das Gebäude und die Skulpturen befinden. Nach einigen Kommentaren werde ich die Auflösung bekannt geben.

Auch andere Motorradfahrer mussten den Kühen ausweichen. Aber nun weiter zu meiner Motorradtour. Ich fuhr also weiter in Richtung Berninapass und bin dann in Andeer links abgebogen, hinauf zum Splügenpass. Auf dem Weg nach oben bin ich der Natur begegnet. Oder besser gesagt, ein paar Kühen. Und nicht nur ich musst ausweichen.

Ich, oben auf dem Splügenpass. Oben angekommen, musste ich kurz ein Beweisphoto machen. Die Fahrt hoch war zwar gut, aber nicht das höchst aller Gefühle. Hinunter hingegen war der reinste Horror. Sozusagen eine einspurige Strasse mit Haarnadelkurven, die steiler nicht hätten sein können. Ausserdem war der Strassenzustand auf der Italienischen Seite wirklich unmöglich. Aber irgendwie bin ich dann doch noch nach Chiavenna gekommen.

Die Passhöhe in Maloja. Im Gegenzug war die Fahrt den Maloja hoch wirklich das reinste Vergnügen. Oben angekommen musste ich dann dringend tanken. Dabei habe ich noch kurz ein Photo von der Passhöhe gemacht.

Die Zimmerpreise vom Julier Palace. Danach gings zum Mittagessen im Julier Palace. Die haben nämlich eine schöne kleine Terrasse zur Strasse hin. Als angehender Hotelier ist mir natürlich sofort die Zimmerpreis-Anzeigetafel aufgefallen. Ich fand es so interessant, dass man mit „lärmigen“ Zimmern wirbt.

Julier-Passhöhe Damit hatte ich gut die hälfte des Tages absolviert. Es warteten noch drei Pässe auf mich. Als nächstes nahm ich mir den Julier vor, an dessen Fuss ich ja gerade gespeist hatte. Momentan wird der Julier gerade neu renoviert. Auf der Westseite wird die Strasse neu gebaut und erhält eine neue Streckenführung. Auf der Ostseite ist es ja bereits eine halbe Autobahn. Aber die Kurven sehen gut aus. Ich denke, es wird Spass machen, wenn die Strasse dann fertig ist. Wie man im Hintergrund des Bildes sieht, wurde das Wetter im Engadin zunehmend schlechter. Ich hoffte nicht wieder ins Unwetter zurück zu fahren, wenn ich über den Albula fahre.

der See von Marmorera Wer den Psychothriller von Dominik Bernet gelesen hat, weiss was dieses Eichhörnchen zu bedeuten hat (klicken zum vergrössern). Im Hintergrund ist der Stausee zu sehen, um welchen sich die Handlung im Buch dreht. Es ist sicherlich einen Ausflug wert. Ausserdem wird auf der Staumauer eindrücklich aufgezeigt, wie vernetzt die Bündner Stauseen in diesem Tal sind. Nur schon dieser Staudamm ist imposant. Kein wunder, dass sich die damalige Bevölkerung von Marmorera so heftig gewehrt hat.

Blick vom Albula herunter. In Tiefencastle habe ich mir dann ernsthaft überlegt direkt über die Lenzerheide nach Chur zurück zu fahren. Gut habe ich es nicht getan.
Die Passstrasse war sensationell. Es hat wirklich Spass gemacht den Pass zu erklimmen. Anfänglich war die Strasse holprig und nicht sehr Kurvenreich. Eine ideale Mischung. Da machte der Motorradsattel seinem Namen alle Ehre. Danach wurde die Strasse besser und kurvenreicher.

Noch die bessere Mischung.

Albula Passhöhe Auf der Albula Passhöhe wurde es dann ganz ungemütlich. Kalt, windig und mit Aussicht auf Regen. Der Blick vom Albula gegen Osten. Ein Blick gen Osten lies böses vermuten. Doch da musste ich durch. Ein zurück wäre inakzeptabel gewesen. Aber die Sicht liess nichts gutes verheissen.Doch ich nahm auch diesen Abschnitt noch auf mich. Immer mit einem Auge auf den Himmel gerichtet.

Flüelapass Ich erreichte den Flüelapass trocken. Bei den vielen Baustellen hoffte ich immer wieder, dass ich vor dem Regen wegkomme. Aber es lief gut. Nur der Aufenthalt auf dem Flüela war nicht von langer Dauer, denn es war bitterkalt da oben. So richtig ungemütlich. Als eine Kolonne Autos vorgefahren war, bin ich denen hinterher geprescht. Ich konnte alle in den ersten fünf Minuten überholen, wurde dann aber noch von einem Zürcher in seinem VW-Golf überholt. Der wollte wohl einfach zeigen, was unter seiner Haube steckt, denn ich klebte an Ihm bis Davos runter. Jedes mal, wenn ich zum überholen ansetzen wollte, gab er wieder Gas. Das regt schon auf. Aber ich hab’s gelassen genommen. Es war ja mein freier Tag.

Schulhaus Alvaneu Auf meinem letzten grossen Abschnitt, vom Flüela, über Davos, auf die Lenzerheide bin ich noch an diesem Gebäude vorbei gefahren. Einige meiner ehemaligen Mitschüler der Kantonsschule Willisau werden sich wohl oder übel noch daran erinnern. Besonders spreche ich die Klasse 3b bei Herrn Peter Unternährer an. Wer kann sich noch erinnern?

Schulhaus Alvaneu Ist schon eine Weile her, aber man sieht noch einige Details, die einigen von uns zum Verhängnis wurden.

Gemeindekanzlei Alvaneu Wer immer noch nicht weiss, welches einschneidende Ereignis ich damit meine, kann mir gerne eine E-Mail zukommen lassen. Ich werde Ihm/Ihr dann das ganze in allen Details wieder in Erinnerung rufen. Natürlich gilt dieses Angebot nur für selbst Betroffene, deren Erinnerungsvermögen gelitten hat.

Blick in den "Arbeitshang". Ich konnte es nicht unterlassen, ein Bild von dem Waldabschnitt zu machen, in dem wir so gepeinigt wurden. 24 Stunden am Tag mussten wir irgendwo in diesem Hang, irgendwelche Abwasserrinnen säubern. Und falls das Tageswerk dann noch nicht beendet war, durften wir in der Nacht noch weitermachen. Unter Peitschenhieben wurden wir vorangetrieben. Und was war der Dank? Ein T-Shirt mit der Aufschrift: „Ich überlebte einen Umwelteinsatz Schweiz“. Na toll.

Ein Bild wie aus dem Bilderbuch. Aber die Aussicht war einmalig. Dieses Photo habe ich direkt vor der Sporthalle in Alvaneu gemacht. Es zeigt den Muchetta, einen Berg mit 2622 Metern. Von der Perspektive aus ein Traumberg.

Mein weiterer Tag verlief dann relativ unspektakulär. Von Alvaneu aus bin ich auf direktem Weg nach Lenzerheide gefahren und habe noch kurz meinen Schatz besucht. Anschliessend bin ich dann zurück nach Chur gefahren.

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One Response to 5-Pässetour

  1. Charley sagt:

    Ich bin zufälligerweise auf Deinem Artikel gelandet. Es würde mich aber schon interessieren, was das für ein Gebäude ist.

    Gruss
    Charley

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